Kot fressen beim Hund
Kotfressen beim Hund – Ursachen, Prävention und Lösungen
Es ist kein angenehmes Thema, aber viele Hundebesitzer kennen das Problem: Ihr Vierbeiner frisst Kot.
Dieses Verhalten, in der Fachsprache Koprophagie genannt, ist weit verbreitet und kann viele Ursachen haben. Doch keine Sorge – es gibt Möglichkeiten, es zu verhindern!
Hier erfährst du, warum Hunde Kot fressen, welche gesundheitlichen oder verhaltensbedingten Gründe dahinterstecken und wie du deinem Hund helfen kannst, dieses Verhalten abzulegen.

Warum fressen Hunde Kot?
Hunde fressen Kot aus verschiedenen Gründen – oft steckt ein körperliches oder psychisches Problem dahinter. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
1. Nährstoffmangel oder Verdauungsprobleme
Wenn dein Hund nicht alle benötigten Nährstoffe aus seinem Futter aufnimmt, kann es sein, dass er versucht, den Mangel auszugleichen. Besonders häufig tritt das bei einem Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Enzymen auf. Auch eine gestörte Darmflora oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse können eine Rolle spielen.
2. Parasitenbefall
Würmer und andere Darmparasiten entziehen dem Körper Nährstoffe. Das kann dazu führen, dass dein Hund sich „instinktiv“ nach zusätzlichen Nährstoffen umschaut – und in Kot eine vermeintliche Quelle dafür sieht.
3. Stress, Langeweile oder erlerntes Verhalten
Ein unausgelasteter Hund neigt zu unerwünschtem Verhalten. Wenn er sich langweilt, unter Stress steht oder sich unbeobachtet fühlt, kann er Kot fressen, um sich zu beschäftigen. Manche Hunde haben auch gelernt, dass sie dadurch Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer bekommen – selbst wenn es negative Aufmerksamkeit ist.
4. Mutterinstinkt oder angeborenes Verhalten
Mutterhündinnen fressen den Kot ihrer Welpen, um das Nest sauber zu halten. Manche Hunde behalten dieses Verhalten auch später noch bei.
5. Geschmack oder Geruch
Manche Hunde finden Kot einfach interessant – insbesondere, wenn er noch Futterreste enthält. Das kann vorkommen, wenn andere Tiere minderwertiges Futter fressen oder Medikamente ausgeschieden werden.
Wie kannst du das Kotfressen verhindern?
Es gibt verschiedene Ansätze, mit denen du deinem Hund helfen kannst, das Kotfressen abzugewöhnen.
1. Die richtige Ernährung sicherstellen
Eine hochwertige und ausgewogene Ernährung ist das A und O. Achte darauf, dass dein Hund alle essenziellen Nährstoffe erhält, und wähle ein Futter mit einem hohen Fleischanteil, wenig Füllstoffen und gut verwertbaren Proteinen. Auch präbiotische und probiotische Zusätze können helfen, die Darmflora zu stabilisieren.
2. Parasiten vorbeugen und behandeln
Regelmäßige Entwurmung schützt deinen Hund vor Nährstoffräubern im Darm. Auch eine Kotuntersuchung beim Tierarzt kann klären, ob Parasiten die Ursache sind.
3. Stress und Langeweile vermeiden
Ein ausgelasteter Hund kommt seltener auf dumme Ideen. Sorge für ausreichend Bewegung, geistige Beschäftigung und regelmäßiges Training, um deinen Hund zu fordern.
4. Kot konsequent entfernen
Lass deinem Hund keine Gelegenheit, Kot zu fressen. Entferne Hundehaufen im Garten sofort und achte darauf, dass dein Hund auf Spaziergängen nicht unbeobachtet schnüffelt.
5. Klare Erziehung und Training
Trainiere ein sicheres Abbruchsignal wie „Nein“ oder „Aus“, damit dein Hund auf Kommando von Kot ablässt. Lobe ihn direkt, wenn er sich richtig verhält.
Ulmenrinde als natürliche Unterstützung
Ein gesunder Magen-Darm-Trakt spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, das Kotfressen zu verhindern. Ein bewährtes Hausmittel ist Ulmenrinde.
Diese unterstützt den Verdauungstrakt auf natürliche Weise und kann deinem Hund helfen, Kotfressen abzulegen.
Wie wirkt Ulmenrinde?
Ulmenrinde enthält Schleimstoffe, die sich wie ein Schutzfilm über die Magen- und Darmschleimhaut legen. Dadurch werden Reizungen gelindert und die Verdauung harmonisiert.
Vorteile von Ulmenrinde für Hunde:
✅ Unterstützt eine gesunde Darmflora
✅ Beruhigt Magen und Darm
✅ Fördert die Nährstoffaufnahme
✅ Kann Entzündungen lindern
Besonders wenn Kotfressen mit Verdauungsproblemen zusammenhängt, kann die Gabe von Ulmenrinden-Paste eine hilfreiche Ergänzung sein.
Fazit: Konsequenz ist der Schlüssel
💡 Tipp: Geduld und Konsequenz sind entscheidend! Jeder Hund ist anders – probiere verschiedene Methoden aus und finde heraus, was bei deinem Vierbeiner am besten funktioniert.