Grasmilben beim Hund
Grasmilben beim Hund: Erkennen, Vorbeugen und Behandeln
Grasmilben beim Hund – was du wissen musst
Grasmilben können für deinen Hund zur echten Plage werden! Starker Juckreiz und kleine rote Quaddeln können ihm das Leben schwer machen. Dabei gibt es doch nichts Schöneres, als an einem sonnigen Sommer- oder Herbsttag in der Wiese zu toben, sich zu wälzen oder entspannt zu sonnen – zumindest für deinen Vierbeiner. Doch genau hier lauert die Gefahr: Grasmilben.

Was sind Grasmilben?
Herbstgrasmilben, auch als Heumilben oder Grasmilben bekannt, sind weit verbreitete Parasiten in Deutschland. Während die erwachsenen Milben harmlos sind und sich von Pflanzenresten ernähren, suchen die orangeroten Larven tierische Nahrung. Zwischen Juli und Oktober klettern sie auf Gräser und warten dort auf Hunde, Katzen, Wildtiere – und sogar Menschen.
Sobald eine Larve auf ihren Wirt trifft, ritzt sie mit ihrem Mundwerkzeug die Haut an und gibt ein Speichelenzym ab, das das Gewebe auflöst. Diese Flüssigkeit saugen sie auf – ein Vorgang, der bis zu drei Tage dauern kann. Meist werden sie durch Kratzen oder Lecken früher entfernt, aber der starke Juckreiz kann noch bis zu zwei Wochen anhalten.
Grasmilbenbefall beim Hund erkennen
Grasmilbenlarven sind winzige, orangerote Pünktchen, die du vor allem an diesen Stellen deines Hundes findest:
Bauch
Brust
Beine
Pfoten (besonders zwischen den Zehen)
Kopf
Ein starkes Indiz ist, wenn dein Hund sich vermehrt leckt, knabbert oder kratzt. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu wund geleckten Hautstellen führen.
Was hilft gegen Grasmilben?
Vorbeugung:
Wische nach jedem Spaziergang die Pfoten, Beine und den Bauch mit einem feuchten Tuch ab.
Meide in der Hauptsaison Wiesen mit hohem Gras und feuchte Gebiete, in denen Grasmilben besonders aktiv sind.
Ein natürlicher Schutz ist Kokosöl: Es enthält Laurinsäure, die Grasmilben abschrecken kann. Einfach vor dem Spaziergang dünn auf die betroffenen Stellen auftragen.
Es gibt spezielle Spot-on-Präparate oder Sprays vom Tierarzt, die vorbeugend helfen können.
Behandlung:
Kühlen: Falls dein Hund sich bereits infiziert hat, kannst du die juckenden Stellen mit einem kühlen Tuch oder Aloe-Vera-Gel beruhigen.
Juckreizlindernde Cremes oder Sprays: Dein Tierarzt kann dir spezielle Mittel gegen den starken Juckreiz empfehlen.
Bei offenen oder wund geleckten Stellen: Hier ist ein Tierarztbesuch ratsam, damit die Wunden professionell gereinigt und behandelt werden.
Fazit
Grasmilben sind lästig, aber mit den richtigen Maßnahmen kannst du deinem Hund das Leben erleichtern. Vorbeugung ist der beste Schutz – ein wenig Aufmerksamkeit nach jedem Spaziergang kann helfen, Grasmilbenbefall zu vermeiden. Falls dein Hund doch betroffen ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Juckreiz zu lindern und Schlimmeres zu verhindern. So steht entspannten Spaziergängen nichts mehr im Weg!